25.05.2020

Randnotizen Mai 2020 von Philippe Brühlmann


Bald geschafft…
 
Liebe Leserin, lieber Leser
 
Wir haben es bald geschafft… die letzten Wochen haben ihre Spuren hinterlassen und wir sehnen uns nach Normalität. Interessant dabei wäre nun, im Sinne einer Zwischenbetrachtung, die negativen und demgegenüber die positiven Aspekte der Krisenbewältigung zu betrachten. Aber dies würde meinen Beitrag in seinem Umfang gewaltig sprengen und so verschieben wir diese Analyse auf die Zeit nach den gesamten Lockerungen. Klar ist aber: Der Lockdown traf viele unter uns in seiner ganzen Härte, andere standen jedoch in gewissen Bereichen auch auf der Sonnenseite. Mit den ersten Lockerungsmassnahmen kommt nun aber sicherlich ein Durchatmen und es ist verständlich, dass man sich wieder vermehrt trifft, seinen früheren Einkaufsgewohnheiten nachkommt, etwas feines Essen geht oder sich im möglichen Rahmen in seinem Verein betätigt. Mit den Lockerungen und den Öffnungen der Grenzen per Freitagabend, dem 15. Mai, verschwanden die Grenzblockaden so schnell, wie sie im März gekommen waren. Dies bedeutete weiter, dass der Einsatz der Armee zur Unterstützung der eidgenössischen Zollverwaltung respektive dem Grenzwachtkorps obsolet wurde. Der Rückbau der Infrastruktur auf dem Reckengelände erfolgte innerhalb von 3 Tagen und mit einer Fahnenabgabe am Montag, dem 18. Mai auf der Breite in Schaffhausen war der Dienst beendet. Somit können wir, unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen des BAG, die belegten Räumlichkeiten der Schule und den Vereinen ab dem 2. Juni wieder zur Verfügung stellen.
Meine kurze Botschaft an Sie alle: Behalten Sie weiterhin Ihre Sensorik bezüglich den BAG-Empfehlungen und gehen Sie es auf diese bezogen weiterhin dementsprechend an. Halten Sie sich immer wieder das aktuell in Pink gehaltene Plakat vor Augen. Wenn wir alle diese Disziplin weiter bewahren, dürfen wir uns ab dem 8. Juni über weitere Lockerungen freuen.
 
So wird auch beabsichtigt, dass der Einwohnerrat, nach nun längerer Zwangspause, seine Juni-Sitzung durchführt. Diese wird höchstwahrscheinlich ausnahmsweise im Reckensaal stattfinden, da man davon ausgehen kann, dass die Abstandsregeln noch über den 8. Juni hinaus bestehen bleiben. Haupttraktandum wird die Jahresrechnung 2019 sein, welche sich nicht ganz unerfreulich zeigt. Es ist ausserordentlich wichtig, dass der Parlamentsbetrieb wiederaufgenommen werden kann, da man, objektiv betrachtet und angefangen auf Bundesebene, schon eine ausserordentliche Situation erlebt. Eine Phase in der die Exekutive unseres Landes praktisch die volle Macht erhält, ist speziell in unserem demokratischen System. Und, dies bricht sich nieder bis auf die Gemeindeebene, wo sich ein Gemeinderat plötzlich mit ungewohnten Kompetenzen konfrontiert sieht. Dies mag auf den ersten Blick als Mitglied einer Exekutive spannend, ja fast auch etwas amüsant wirken. Auf den zweiten Blick birgt es auch Gefahren, dass es einem "z'wohl wird". Somit freuen wir uns, dass diese wichtige Aufsichtsfunktion durch die gewählten Volksvertreter wieder wahrgenommen werden kann.
 
Und somit wären wir bei einem kleinen Ausblick, in der Hoffnung, dass es auch so kommt. Wir gehen spannenden Zeiten entgegen, gerade bei den Erneuerungswahlen, welche Ende August mit den Wahlen von Gemeinde- und Schulpräsidien auf kommunaler Ebene und des Regierungsrates im Kanton starten. Ende September dürfen wir unser Kantonsparlament wählen und Ende Oktober die Gemeinderäte und Mitglieder der Schulbehörde. Krönender Abschluss bildet die Wahl des Einwohnerrates Ende November. Ebenso, die Termine sind jedoch noch nicht definitiv festgelegt, sollen die Sporthaus- und Schwimmbadvorlagen noch dieses Jahr den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern vorgelegt werden. Genaueres wird der Gemeinderat nach seiner Klausur Mitte Juni vermelden können.
 
Zum Schluss: Ein Zitat der Randnotizen vom Mai 2014, als sich einige unglaublich über die Podestplätze eines Gemeindemitarbeiters und seines ehemaligen Lehrlings freuten – und dies erst noch vor heimischen Publikum:
"Dann wurde aus Sicht der Gemeinde Thayngen an den Kantonalen Holzhauermeisterschaften so richtig abgeräumt."
 
 
Herzlich und bis bald
 
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident
 
 
 


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