Kurzloch - Langloch, wie enstanden die beiden Schluchten?


In den letzten Eiszeiten war der Raum Thayngen mit Eis bedeckt. Eine Zunge des Rheingletschers erstreckte sich bis unmittelbar westlich von Thayngen.

Die Schmelzwasserflüsse am Rande dieses Gletscherlappens ergossen sich in Richtung Schaffhausen. Sie gruben tiefe Rinnen in den Kalk. So wirkten das Langloch und das Kurzloch als Entwässerungsrinne, da der Gletscher direkt an den Lohningerbuck und an die Erhebung beim Wippel stiess. Die Entstehung dieser Abflussrinnen geht wahrscheinlich auf die vorletzte Eiszeit (Riss) zurück.

Durch eine Bohrung im Langloch wurde nachgewiesen, dass die Basis des Langloches mindestens 34m tiefer lag als die Sohle des heutigen Tälchens. Das Langloch war damals eine tiefe, enge Felsschlucht, durch die sich zuerst ein reissender, später schuttbefrachteter Bach ergoss, welcher die Schlucht alsdann langsam aufschüttete.

Die Gesteinsformationen sind die typischen Gesteine des oberen Weissen Jura (Malm)). Es sind Ablagerungen des Jurameers, später aber umkristallisiert. Alter ca. 140 Millionen Jahre.



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