Der Expansionsschritt der K. Schwaninger AG ist zum Teil dem Zufall geschuldet. Auf Ende 2012 hören die Inhaber des Bürofachgeschäftes Bührer in Thayngen altershalber auf. Es war der gemeinsame Büromateriallieferant der Bührers und Schwaningers, der Marlis Laube im letzten Sommer auf die Geschäftsaufgabe aufmerksam gemacht hat. Sie kam mit Bührers in Kontakt. Die K. Schwaninger AG übernimmt aber nicht direkt das Geschäft der Papeterie Bührer. Wie das Thaynger Bürofachgeschäft wird auch die K. Schwaninger AG in ihrem neuen Geschäft in Thayngen Büromöbel anbieten und sie wird – wenn die Kunden denn wollen – die Kunden des Bürofachgeschäftes Bührer übernehmen. Das Familienunternehmen hat sich verschiedene Optionen überlegt, wie und wo sie ihr neues Standbein aufbauen soll. Zur Diskussion stand, dass das neue Geschäft in die Räumlichkeiten der Papeterie Bührer an der
Biberstrasse einzieht, die Verkaufsfläche aber vergrössert und den Bau renoviert. Diese Lösung wäre die K. Schwaninger AG schliesslich aber teurer gekommen, als der Bau eines neuen Gebäudes ausserhalb des Dorfkerns.
Marlis Laube sagt zwar, dass ihr die zentrale Lage des bestehenden Geschäfts in Thayngen an sich sehr gut gefallen habe. Doch fehlt es dort an Parkplätzen – und dies ist für Marlis Laube zentral. Und so baut die K. Schwaninger AG nun eingangs des Dorfes. Wie sich bereits in Hallau gezeigt hat, muss dies kein Nachteil sein – im Gegenteil. Marlis Laube wird mit ihrem Sohn David die Thaynger Filiale leiten. Zudem hat die K. Schwaninger AG bereits auf November
eine zusätzliche Person eingestellt, die später nach Thayngen wechseln wird. Das Sortiment wird dem in Hallau gleichen. Marlis Laube freut sich auf die neue Herausforderung – und auf die Thaynger Kundschaft. «Sie
sind sehr mitteilsam», lacht Marlis Laube. Und erzählt, wie sie beispielsweise an den Hallauer Herbstsonntagen
von Leuten aus dem Reiat angesprochen wurde. Es hat sich schnell rumgesprochen, dass in Thayngen ein
neues Geschäft entsteht.
(dk)